rauchs weichen

07/26/2010

der himmel hebt sich zur haube,

ob ich’s spüre oder glaube,

gott öffnet im flügel einer taube,

keine natur zu der ich tauge.

rechne nicht mit mir,

ich gehe nicht auf,

die wache hält mein tier –

doch schutzlos geh’ ich drauf.

kann mich nicht brechen,

lebe schon entzweit,

so sehr will ich mich rächen,

doch es schmerzt mich tief der neid.

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Herzbunker

07/24/2010

Die Küste von Süd zu Nord ist mit Herzbunkern geschändet,

der Strand zu jeder Richtung hin verschandelt.

Es sind Herzbunker.

Vom Großkrieg und der Verteidigung gegen den großen Schmerz

errichtete Herzen aus Gussbeton.

Furchterregend fest und tot.

Man könnte sie sprengen, aber große Trümmer blieben immer zurück.

Teile die weh tun würden, wenn man sie sähe.

Spitze Kanten, lose Drähte.

Man könnte sich stoßen. So tuen die Rundungen niemandem.

So ein Herzbunker ist dunkel und unbewohnbar und nasskalt im Innern.

Für immer verbunkert sich das Herz. Bis es versandet.

Niemand hat so etwas bisher gesehen.

Schließlich sind es Herzbunker

und Herzbunker sind nun mal kein Kartenhaus.

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