denn sie wissen nicht was sie fühlen

05/04/2011

Ich fühle mich wie ein Affe an und ebenso wie eine Figur aus einem Murakami-Roman und empfinde, sehe auch Dich als solche, sehe uns in einem dieser dicken Bücher. Figuren, die sich in dem auflösen, was auf etlichen Seiten aufgebaut und beschrieben wurde, der Auflösung wegen, möchte man meinen, wenn man in uns liest. Figuren, die eine gemeinsame erzählte Zeit in nur einem, aber aus unendlichen Nebensätzen bestehenden Satz teilten oder teilen würden, begänne man das Buch von neuem zu lesen. Mittlerweile ist mir bewusst, was auch immer wir tun, als welche Figuren wir uns begegnen, einen, teilen, verletzen und zusammensetzen, dass wir die Dinge, den Stoff, alles, was wir wahrnehmen, mit einer unterschiedlichen, ja verschiedenen Lesart behandeln, weil wir zu Figuren geworden sind – vielleicht die eines Murakami-Buchs, in welchem zwei Protagonisten sich verlieren, bis sie verschwunden sind. In den Seiten, manchmal auch zwischen den Zeilen, verschüttet. Was auch immer das ist, was verloren geht, was schon verloren ging. Man würde zu seiner Verteidigung sagen – unabsichtlich und unbemerkt. Sonst hätte man es aufgehalten, auch wenn es sich um das Gehabe von Affen handelte.                                                                  [für H.B.]

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