Rühle im September

08/29/2012

Und hier zu bestellen: www.trash-pool.de

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Alle Informationen zum Begehen: www.begehungen-chemnitz.de

Lektüre aus Lyon

08/09/2012

Mein Fotoapparat glüht. Die Lichtverhältnisse pressen meinen Finger auf den Auslöser. Rotwein und Lyon vom Vortag im Kopf und auf den Lippen. Au petit-dejéuner. Morgendlich turteln die Sonnenstrahlen mit dem blank polierten Boule-Spiel unten im vorgesehenen Spielfeld der Parks. Glänzende Kugeln, polierte Tradition. Männer stehen umher und prüfen die geschickten Würfe. Zwei Kinder graben im Stadtsand, ein umgekipptes Dreirad wirkt vergessen, Hunde haschen nacheinander. Aus einem Hauseingang dröhnt ein schlechter Radioempfang höchstwahrscheinlich Nachrichten. Ich verstehe kein Wort und schäme mich. Dieses geschäftige Sonntagslicht taucht die vielen hellen Gebäude in einen warmen Ton. Wenn der Himmel es zulässt. Gern verbirgt er hier die Sonne vor der Stadt. Wir sitzen an einer Straßenecke in der Altstadt „oben“ auf einem der „Berge“ und schütteln Zuckertütchen, reißen sie rasch auf und mischen den Zucker dem Caffé Crema unter. So energisch, dass sich die Tauben vom Platz lösen. Der erste Aufruhr heute, in der drittgrößten Metropole Frankreichs, die so leise ist und noch leiser sein kann. Wir lachen.

Hier geht es weiter zum Interview…

Eine Horde oberkörperfreier Finnenmänner sitzt bei einigen halbvollen estnischen Wodkaflaschen an einer Straßenecke der Altstadt Tallinns. Es ist Sonntagmorgen, die Nacht noch in den Venen der sehr hellen Arme und doch steht der Alkohol ihnen rot auf die Stirn geschrieben. Warten auf die Fähre gen Helsinki. In zweieinhalb Stunden sind sie dort zurück, wo sie eigentlich hingehören. Solange dauert die Überfahrt der 80-Kilometer-Distanz im Finnischen Meerbusen. Durch die Altstadt führen Gassen auf- und abwärts, orthodoxe Kirchen fallen auf, ebenso weiße, kalkige Fassaden und stolze Hansehäuser. Auf einem weiten Platz raufen sich russische Kids mit kurzen Haaren. Manchmal geht es zu weit. Aber die Kraft ist nun mal da. Von ganz tief drinnen kommt sie zum Vorschein. Erzählt von hunderten Jahren. Im Osten grenzt Estland an Russland. Knapp 400 Kilometer sind es nach Sankt-Petersburg. Da sind die Einflüsse nicht weit entfernt.

Der restliche Text ist hier.

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