> Wohin sollen wir leben? <

10/04/2012

Statement zu Dir, Strand.  (Piscinas, Costa Verde, September 2012)

Was ist, wenn es nicht ist? Also was bleibt? Das Gegenteil der Möglichkeit (etwas zu empfinden). Wie fortschreiben, ausschreiben, eine Ausschreibung anfertigen? Es gibt Lösungen, es gibt aber auch Fehler. Das finde ich eine schöne Freiheit, in der ich meine eigene Aussage (über einen vorherigen Vorgang) treffe. Ich habe die Auswahl und mein Blick beschränkt sich (automatisch) auf eine Vorstellung von etwas. Ich nenne es Projektion. Das kann alles sein, muss es aber nicht. Nach einer Lektüre bleibt beispielsweise bestenfalls ein Gefühl von etwas. Dieses Etwas muss nicht allumfassend oder bedeutend sein, soll es vielleicht auch nicht. Es schließt sich ein kleiner, kein enger Kreis. So entnehme ich aus diesem Abschluss (seit Anbeginn) meine eigene Projektion und wenn ich kann (wie in diesem Fall) schreibe ich sie fort, weiter, um. Dieser Übertragungsmoment (Transmittertext) gibt mir die Möglichkeit selbst zu agieren und mich in ein Gefühl einzubringen, mich selbst als Autor in der Projektion wiederzufinden oder mich ihr zu widersetzen.

Eine Kopie von einem Stück Strand, welchem man seinen eigenen Gefallen gibt, sich dort mit den Geometrien wohlfühlt, mit der Erscheinung von Landschaft einhergeht, der Vegetation Freund, die diesen Strand säumt, eine Kopie von dieser Gegend, das ist nicht möglich. Ist das nicht herrlich. Eine Herrschaft, ein Sieg. Über Alles.

Aber ich kann meine eigenen Versuche anstellen, glücklich mit Geringerem zu sein, als mehr als dieses Stück Strand empfinden zu wollen (müssen). Ein einfacher Mensch (zu sein) – ich arbeite daran.

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