Chausseehaus – Review

03/17/2013

[…] Kein Mensch war zu sehen. Dämmerungen vor der Tür, unten auf der Straße Regen, auffällig nur für den Asphalt. Schienen zu beiden Seiten, eine Straßenbahn bog sich um die Kurve vorm Eckhaus. Raue Fassade, ein Doppelfenster ins Zimmer. Zwischen den Scheiben ein Weberknecht. Wer nach draußen will, muss drinnen sein, dachte er. Graue Teppichfasern, ein eigenwilliger Stapel Textilien, Fachjournale, aufgehobene Dinge, nichts von Besonderheit, Notizen, die nur der Erinnerung auf die Sprünge halfen. Wie ging es mir damit, seine Accessoires aufzuzählen? So intim hatte ich es nicht gewollt. Ich sträubte mich etwas, tat aber so, als hätte ich eine Berechtigung dazu, hier einfach alles aufzuschreiben.

 

   Ich ging alle meine Wörter durch: Welches würde frei bleiben, welches übrig – für jetzt? Ich konnte mich nicht entscheiden und kam nicht überein, einzelne Wörter gegeneinander auszutauschen, bevor ich weiterredete, auf ihn einredete. 

Aus >Headland Hotel<, Kapitel „IM BEI SEIN“, mit Untertönen von Heart Island.

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